Die Haut

Die Haut ist mit rund zwei Quadratmetern Fläche unser größtes Organ. Sie grenzt uns gegen die Umwelt ab und verhindert das Eindringen von Fremdstoffen. Sie schützt vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Hitze und Verletzungen und verhindert außerdem einen Feuchtigkeitsverlust von innen und damit die Austrocknung des Körpers.

Die gesunde Haut ist mit einem „Bakterienrasen“, der so genannten Hautflora, besiedelt. Die Hautflora hat zwei wichtige Funktionen:

  • Sie trainiert das Immunsystem und schützt vor schädlichen Keimen.
  • Durch Absonderungen von Hautdrüsen (Schweiß) und die residente Hautflora bildet sich im Normalfall eine schwachsaure Schicht mit einem pH-Wert von 4 bis 7, der so genannte Säureschutzmantel.

Das Bakterium Staphylococcus epidermidis kommt besonders häufig vor. Je nach Hautregion wachsen unterschiedlich viele Keime: am Rücken etwa 1.000 Keime pro Quadratzentimeter, unter den Achseln etwa 100.000. Aber es sind auch schädliche Keime, wie zum Beispiel Staphylococcus aureus, auf der Haut. Da sie aber in geringer Anzahl vorhanden sind, haben sie keine Chance sich zu vermehren. Erst wenn der pH-Wert der Haut extrem und dauerhaft geschädigt ist, können sich diese Keime vermehren. Auf der Hautoberfläche selbst stellen sie noch kein Problem dar, sie können aber in kleine Wunden in der Haut eindringen, sich dort vermehren und die Wunden entzünden.

Mit diesem Wissen ist es offensichtlich, dass man bei der Köperpflege ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Produkte haben muss. Körperpflegemittel müssen die natürliche Balance zwischen Säuren und Basen herstellen, um das Funktionieren des biologischen Schutzschildes der Haut zu gewährleisten. Zu intensives und häufiges Waschen schädigt den Säureschutzmantel und die Hautflora gerät aus dem Gleichgewicht.

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