Wie vermeide ich Schadstoffe?

Häufige Auslöser sind die beim Renovieren verwendeten Farben, Lacke, Abbeizer, Kleber und Baumaterialien. Hier lohnt es sich, beim Einkauf auf ökologische Materialien und solche mit dem Umweltzeichen Blauer Engel zu achten.

Farben und Lacke
Wand und Dispersionsfarben - hier sind die Lösemittel bedenklich. Gutes Lüften während des Arbeitens reduziert die Raumluftbelastung erheblich.
Fast alle Lacke enthalten gesundheitlich problematische Stoffe. Am besten sind hier Acryllacke (Dispersionslacke) auf Wasserbasis. Sie enthalten nur ca. 10% organische Lösemittel. Auch hier ist gutes Lüften während der Arbeit angesagt.

Abbeizer
Da alle Mittel gesundheitlich bedenklich sind, sollten vor allem gerade Fläche mechanisch behandelt werden, ansonsten sind lösemittelfreie Ablauger angeraten.

Holzwerkstoffe
Spanplatten enthielten bis Ende der 70er Jahre oft erhebliche Mengen des giftigen Gases Formaldehyd. Heute sind die Ausgasungen bedeutend geringer. Auch OSB-Platten geben Aldehyde an die Raumluft ab. Als Alternative bietet sich Gipskarton an.

Holzschutzmittel
Holzschutzmittel haben in Innenräumen nichts zu suchen!

Parkett und Laminat
Holzfußböden mit dem Gütesiegel vom ECO-Umweltinstitut oder natureplus sind relativ sicher. Die Oberfläche von Laminat besteht aus Melaminharz. Dieses kann sich elektrostatisch aufladen. Eine gute Alternative dazu ist das umweltfreundliche und robuste Linoleum aus Leinöl – allerdings nur, wenn es keine PVC-Deckschicht hat.

Klebestoffe und Teppichboden
Parkett sollte am besten schwimmend verlegt werden. Wenn geklebt werden muss, sollten lösemittelarme Klebstoffe, die an den entsprechenden Gütelabels erkannt werden können, bevorzugt werden. Bei Teppichböden ist darauf zu achten, dass sie emissionsarm und aus Naturmaterialien sind.

Asbest
Asbesthaltige Bodenbeläge wurden bis in die 80er Jahre verwendet – heute ist die Verwendung und der Verkauf in Deutschland verboten. Asbest ist hochgradig krebserregend.
In Cushion-Vinyl-Belägen als PVC-Platten ist der Asbestrücken oft nur schwach gebunden. In Zwischenlagen von Bodenbelägen kann Asbest enthalten sein und gebunden bei Estrich- und Klebematerialien.
Ältere Nachtspeicheröfen enthalten oft Asbest und stellen ein ständiges Gefährdungspotential dar.
Wichtig: Bei allen Arbeiten mit asbesthaltigem Material muss eine Fachfirma herangezogen werden!

Schädlingsbekämpgunsmittel

Chemische Schädlingsbekämpfungsmittel enthalten giftige Wirkstoffe, die auch für den Menschen gefährlich werden können. Auf solche Mittel sollte verzichtet werden und stattdessen auf ungiftige Methoden zurückgegriffen werden.

So verhindert regelmäßiges Staubsagen und feuchtes Wischen z.B. die Ausbreitung von Hausstaubmilben und deren Kot. Mit Duftölen aus Lavendel oder Citronella oder mit Zedernholzstückchen können Kleidermotten davon abgehalten werden, sich an Kleidung aus vorwiegend tierischen Fasern zu vergreifen. Das Verpacken von Vorräten in gut verschließbaren Vorratsdosen verhindert, dass sich Lebensmittelmotten an Vorräten gütlich tun.

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Die Abteilung Wohnmedizin am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene in Freiburg bietet Innenraum-Messungen und -Beratungen an.

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