Watercooler – Wasser aus großen Behältern?

Watercooler-Geräte stellen Trinkwasser in größeren Behältern bereit, z.B. Gallonen mit 18 Litern. Diese werden kopfüber an Geräte angeschlossen, die eine Entnahme von z.T. auch gekühltem Wasser mit einem Zapfhahn ermöglichen. Sie stehen mittlerweile in vielen Geschäften, Banken oder sogar Arztpraxen.

Bei der Abfüllung, Lagerung und Kühlung können jedoch Kontaminationen mit Bakterien und Pilzen erfolgen. Das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg untersuchte 40 Watercooler-Geräte. In 87,5% war das Wasser laut Trinkwasserverordnung hygienisch nicht einwandfrei. 90% der Proben überschritten die Grenzwerte für Wasser, das zur Abfüllung in Flaschen oder andere Behältnisse für den Verkauf freigegeben werden darf. Mehr als die Hälfte der 40 Watercooler (52,5%) enthielten sogar mehr als 1000 Keime pro Milliliter. In drei Proben wurden Bakterien gefunden, die bei stark abwehrgeschwächten Patienten lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen können. Die hohe Keimzahl in Watercoolern lässt auf eine unsachgemäße Aufstellung und Nutzung der Geräte bzw. eine mangelhafte Reinigung und Wartung insbesondere der Zapfstelle schließen.

Die Wasserbehälter der Watercooler-Geräte müssen häufig ausgetauscht und teilweise über Hunderte von Kilometern zur neuen Befüllung transportiert werden. Die Energie- und CO²-Bilanz von Watercooler-Geräten ist katastrophal.  Energieverbrauch pro Liter: 3 MJ, CO²-Emission: 210 gr pro Liter. Trinkwasser Umwelt schädigend quer durch Deutschland zu transportieren ist ökologischer Schwachsinn! Trinken Sie Wasser aus der Leitung und nicht aus Watercoolern!

 

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